See · Brandenburg
Senftenberger See
Senftenberger See angeln: Bergbaufolgesee im Lausitzer Seenland – Angelzonen, Bootsangeln, Kartenarten und Regeln der Fischerei.
Der Senftenberger See ist einer der ältesten Bergbaufolgeseen der Lausitz: Von 1967 bis 1972 wurde der ehemalige Tagebau Niemtsch mit Wasser aus der Schwarzen Elster geflutet. Heute ist er ein vielseitiges Revier für Zander, Hecht und Barsch – mit klaren Regeln, wo geangelt werden darf.
Das Gewässer
Der See ist etwa 13 Quadratkilometer groß und bis rund 25 Meter tief. Bei guten Bedingungen reicht die Sicht etwa fünf Meter tief. Die 250 Hektar große, bewaldete Insel ist seit 1981 Naturschutzgebiet und darf nicht betreten werden. Über den Koschener Kanal ist der See mit dem Geierswalder See verbunden und gehört zum schiffbaren Verbund des Lausitzer Seenlands.
Angeln am Senftenberger See
Belegt sind unter anderem Zander, Hecht, Barsch, Aal, Karpfen, Plötze und Wels. Die Fischerei hat eigene Bestimmungen festgelegt:
- Uferangeln nur an ausgewiesenen Angelstellen (Südsee, Niemtsch, Senftenberg, Senftenberg-Buchwalde).
- Badestrände: Angeln nur vom 1. Oktober bis 15. April.
- Verboten ist das Angeln in Sperrbereichen sowie in Hafen- und Steganlagen.
- Bootsangeln nur mit spezieller Angelkarte.
- Angeln ab 8 Jahren, Raubfischangeln nur mit Fischereischein.
Was du wissen solltest
Der See ist schiffbar, es gelten Geschwindigkeitsbegrenzungen – in Ufernähe besonders niedrige. Am Südsee gibt es Tauchbasen. Die Karten der Angelzonen stellt der Seebetreiber zum Herunterladen bereit.
Angelkarten
Das Fischereirecht hat die Fischerei Teichwirtschaft Eulo. Karten – Tages- bis Jahreskarten, getrennt für Friedfisch und Raubfisch – gibt es bei der Teichwirtschaft und bei Eckes Anglertreff in Senftenberg. Der See ist kein Gewässer des Landesanglerverbands.
Schonzeiten und Mindestmaße
Landesrecht Brandenburg. Der Fischereiberechtigte kann für dieses Gewässer strengere Regeln festlegen – sie stehen auf deiner Angelkarte und gehen vor.
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Heute | Quelle und Stand |
|---|---|---|---|---|
| Aal | keine | 50 cm max. 3 je Tag Höchstens 3 Aale je Fangtag mit der Handangel (§ 2a Abs. 6) |
Erlaubt | Quelle · gültig ab 24.08.2026 geprüft 29.09.2026 Fehler melden |
| Bachforelle | 16. Oktober – 15. April | 30 cm | Schonzeit | Quelle · gültig ab 24.08.2026 geprüft 29.09.2026 Fehler melden |
| Barbe | 1. Mai – 31. Juli | 40 cm Anlage zu § 2 Abs. 1 BbgFischO: Barbe (Barbus barbus) 1. Mai bis 31. Juli, 40 cm. |
Erlaubt | Quelle · gültig ab 24.08.2026 geprüft 30.09.2026 Fehler melden |
| Hecht | 1. Februar – 31. März | 45 cm Schonzeit gilt für die Handangel |
Erlaubt | Quelle · gültig ab 24.08.2026 geprüft 29.09.2026 Fehler melden |
| Karpfen | keine | 35 cm | Erlaubt | Quelle · gültig ab 24.08.2026 geprüft 29.09.2026 Fehler melden |
| Meerforelle | 1. Januar – 31. Dezember | keins Anlage zu § 2 Abs. 1 BbgFischO: Meerforelle (Salmo trutta) Schonzeit ganzjährig. Abweichend: Anlage zu § 2 Abs. 1 BbgFischO: nur 'als Satzfisch eingebrachte Meerforelle' – 16. Oktober bis 15. April, 60 cm. (Schonzeit 16. Oktober – 15. April, Mindestmaß 60 cm). |
Schonzeit | Quelle · gültig ab 24.08.2026 geprüft 30.09.2026 Fehler melden |
| Rapfen | 1. April – 30. Juni | 40 cm | Erlaubt | Quelle · gültig ab 24.08.2026 geprüft 29.09.2026 Fehler melden |
| Schleie | keine | 25 cm | Erlaubt | Quelle · gültig ab 24.08.2026 geprüft 29.09.2026 Fehler melden |
| Zander | 1. April – 31. Mai | 45 cm Schonzeit gilt für die Handangel |
Erlaubt | Quelle · gültig ab 24.08.2026 geprüft 29.09.2026 Fehler melden |
Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich ist immer der Text der verlinkten Verordnung bzw. Gewässerordnung. Vereinsregeln können strenger sein als die Landesregeln.
Stand der Angaben: 29.09.2026. Hinweise auf Fehler nehmen wir gern entgegen.
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