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Angelknoten

Stopperknoten binden: der verschiebbare Stopp für die Laufpose

Von der Redaktion anglerkompass · Stand: September 2026 · 3 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Für den Stopperknoten legst du ein etwa 15 cm langes Stück Schnur parallel an die Hauptschnur, formst mit einem Ende eine Schlaufe und wickelst es vier- bis fünfmal um beide Schnüre durch diese Schlaufe. Dann anfeuchten, festziehen, Enden etwa 1 cm lang stehen lassen. Der Knoten lässt sich mit etwas Kraft verschieben und begrenzt die Laufpose.

4–5Windungen, Richtwert
verschiebbarfür jede Tiefe
ringgängigläuft durch die Rutenringe

So bindest du den Stopperknoten

  1. Stück Schnur anlegen
    Schneide etwa 15 cm Schnur ab – gleiche oder etwas dickere monofile Schnur als die Hauptschnur, oder spezielles Stoppergarn. Lege sie parallel an die Hauptschnur, an die Stelle, an der der Stopper sitzen soll.
  2. Schlaufe formen
    Biege ein Ende des Stücks zurück, sodass neben der Hauptschnur eine Schlaufe entsteht. Halte Schlaufe und Hauptschnur zwischen Daumen und Zeigefinger fest.
  3. Durch die Schlaufe wickeln
    Wickle das Ende vier- bis fünfmal um die Hauptschnur und den parallelen Strang, jeweils durch die Schlaufe hindurch. Die Windungen liegen dicht nebeneinander.
  4. Anfeuchten und festziehen
    Feuchte den Knoten an und zieh beide Enden des Stoppers gleichmäßig auseinander, bis er fest auf der Hauptschnur sitzt. Er soll sich mit etwas Kraft verschieben lassen, aber nicht von allein rutschen.
  5. Enden kürzen und Perle aufziehen
    Kürze die Enden auf etwa 1 cm. Zieh dann eine kleine Perle auf die Hauptschnur, danach die Laufpose. Die Perle verhindert, dass der Knoten durch die Öse der Pose rutscht.

Wofür brauchst du einen Stopperknoten?

Eine feste Pose ist oben und unten an der Schnur fixiert. Das geht gut, solange das Wasser nicht tiefer ist als die Rute lang. Angelst du tiefer, brauchst du eine Laufpose: Sie gleitet frei auf der Schnur, und ein kleiner Stopper oberhalb legt fest, wie tief der Köder sinkt. Beim Werfen liegt die Pose unten am Blei, im Wasser gleitet die Schnur durch die Öse, bis der Stopper an der Perle anschlägt. Wie die ganze Montage aufgebaut ist, zeigt unsere Anleitung zum Posenangeln.

Weil der Stopper aus weicher Schnur besteht und die Enden kurz sind, läuft er beim Werfen und Einholen durch die Rutenringe und auf die Rolle. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber einem Klemmblei oder einem festen Knoten: Du kannst Tiefen einstellen, die länger sind als die Rute.

Wie ist der Knoten aufgebaut?

Der Stopperknoten ist ein Uni-Knoten, der nicht um sich selbst, sondern um die Hauptschnur gebunden wird. Er klemmt die Hauptschnur zwischen seinen Windungen ein, ohne sie zu knicken oder zu durchdringen. Wer den Uni-Knoten kennt, kann den Stopper sofort binden. Weil die Hauptschnur dabei nicht selbst verknotet wird, wird sie nicht geknickt; verschieben solltest du den Stopper trotzdem nur angefeuchtet.

Welches Material für den Stopper?

Material Eignung Hinweis
Monofile Schnur gut Gleich stark oder etwas dicker als die Hauptschnur; hält fest, lässt sich aber schwerer verschieben
Stoppergarn gut Weiches Garn aus dem Angelhandel, gut verschiebbar und gut sichtbar
Geflochtene Schnur möglich Als Stopper auf monofiler Hauptschnur verwendbar, Reste von der Spule reichen
Gummistopper Alternative Fertige Stopper auf einem Röhrchen, schnell montiert, bei sehr dünner Schnur manchmal zu lose

Redaktionelle Einschätzung aus der Angelpraxis, keine Messwerte.

Auf geflochtener Hauptschnur rutscht ein Stopper leichter. Nach unserer Erfahrung helfen dann ein bis zwei Windungen mehr und ein Stopper aus Garn, das sich besser in die glatte Schnur drückt.

Wie stellst du die Tiefe ein?

Die Tiefe misst du beim Loten: Du hängst ein Lotblei an den Haken, wirfst an den Angelplatz und schiebst den Stopper so lange, bis die Posenspitze gerade eben aus dem Wasser schaut. Dann liegt der Köder am Grund. Soll er darüber schweben, schiebst du den Stopper ein Stück nach unten. Wie das Schritt für Schritt geht und wie du die Pose richtig ausbleist, erklärt die Anleitung zum Posenangeln.

Zum Verschieben feuchtest du Stopper und Schnur an und schiebst ihn mit den Fingernägeln. Trocken verschoben, kann die Reibung die Hauptschnur aufrauen.

Wo hilft ein Stopperknoten noch?

  • Grundmontagen: Ein Stopper kann verhindern, dass ein Laufblei oder ein Futterkorb auf der Schnur weiter nach oben rutscht als gewünscht.
  • Köderfischmontagen: Bei der Laufposenmontage auf Hecht oder Zander stellt der Stopper die Tiefe ein, in der der Köderfisch schwebt. Mehr dazu unter Köderfischangeln.
  • Markierung: Manche Angler setzen einen Stopper als Markierung auf die Schnur, um immer dieselbe Wurfweite zu treffen. Das ist Praxis, keine Pflicht.

Typische Fehler

  • Zu locker: Rutscht der Stopper beim Werfen, liegt der Köder in der falschen Tiefe. Fester zuziehen oder eine Windung mehr legen.
  • Enden zu lang: Lange Enden bleiben in den Rutenringen hängen und bremsen den Wurf. Etwa 1 cm reicht.
  • Perle vergessen: Ohne Perle rutscht der kleine Knoten durch die Öse der Pose.
  • Trocken verschoben: Immer anfeuchten, sonst leidet die Hauptschnur.

Alle Knoten für Montagen und Verbindungen findest du im Knoten-Finder.

Häufige Fragen

Was ist ein Stopperknoten?

Ein kleiner, verschiebbarer Knoten aus einem separaten Stück Schnur, der um die Hauptschnur gebunden wird. Er begrenzt bei der Laufpose, wie weit die Pose gleitet, und legt damit die Angeltiefe fest.

Welche Schnur nehme ich für den Stopperknoten?

Monofile Schnur gleicher oder etwas größerer Stärke als die Hauptschnur, spezielles Stoppergarn oder einen Rest geflochtener Schnur. Weiche Materialien lassen sich leichter verschieben.

Warum brauche ich eine Perle hinter dem Stopper?

Der Knoten ist so klein, dass er sonst durch die Öse der Laufpose rutschen könnte. Die Perle liegt zwischen Stopper und Pose und schlägt an der Öse an.

Läuft der Stopperknoten durch die Rutenringe?

Ja, wenn du die Enden auf etwa 1 cm kürzt. Deshalb kannst du mit der Laufpose auch Tiefen einstellen, die länger als die Rute sind.

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