Fluss · Hessen
Lahn
Lahn angeln an der Oberlahn bei Weilburg: 42 km Pachtstrecke des FSV Oberlahn mit Barbe, Döbel, Aal, Hecht, Zander und Karpfen – Gastkarten, Angelzeiten und Köderregeln.
Die Lahn entspringt laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mosel-Saar-Lahn am Ederkopf im Rothaargebirge auf 628 Metern Höhe und mündet nach 242 Kilometern bei Lahnstein in den Rhein. Als Bundeswasserstraße beginnt sie am Badenburger Wehr bei Gießen. Dieses Porträt gilt der Oberlahn zwischen Leun und Runkel, die der Fischerei-Sportverein Oberlahn bewirtschaftet.
Ein Fluss mit Wehren und Schleusen
Auf der Bundeswasserstraße Lahn gibt es 29 Wehranlagen und drei Nebenwehre, 22 Einkammerschleusen und eine Koppelschleuse in Weilburg. Dort liegt auch ein 195 Meter langer Schiffstunnel. Das WSA teilt die Lahn in drei Abschnitte: Bis Kilometer 70 ist sie nur teilgestaut, mit frei fließenden Stücken und zeitweise geringer Wassertiefe; die Schleusen bedienen Wassersportler hier selbst. Unterhalb davon ist die Lahn voll staugeregelt, und an der Mündung können auch größere Schiffe fahren. Die Strecke des FSV Oberlahn liegt bis auf den letzten halben Kilometer im teilgestauten Abschnitt. Deshalb wechseln sich hier schnelle, kiesige Fließstrecken und träge Stauhaltungen ab.
Die Pachtstrecke
Der Verein pachtet 42,2 Kilometer: von der Eisenbahnbrücke bei Leun-Stockhausen (Lahn-km 28,3) bis zur Gemarkungsgrenze Runkel-Steeden/Dehrn (Lahn-km 70,5). Die Grenzen sind ausgeschildert. Der FSV beschreibt die Strecke abschnittsweise:
- Bis Löhnberg: Freie Fließstrecke mit teils turbulenter Strömung, Kiesgrund und 1 bis 1,5 Metern Tiefe. Hier laichen nachweislich Kieslaicher wie Barbe, Nase und Hasel.
- Löhnberg bis Weilburg: Stauhaltung bis 3,5 Meter tief, mit Karpfen, Schleien, Brassen, Aal, Hecht, Zander und Barsch. In den letzten Jahren werden vermehrt Welse gefangen.
- Weilburg bis Villmar: Wechsel aus Fließstrecken mit Barbe, Döbel und Aal und Stauhaltungen, die der Verein besonders für Karpfen, Schleie und Raubfische nennt. Unterhalb der Wehre gibt es im Frühjahr Forellen und vereinzelt Äschen.
- Villmar bis Steeden: Erst träge, unterhalb von Runkel überwiegend schnell fließend – laut Verein gut auf Aal, Barsch und Zander, bei Steeden auch auf Wels.
Regeln für Gastangler
Laut Gastkarte des FSV Oberlahn gilt:
- Gerät: Du fischst vom Ufer aus mit einer Handangel. Boote sind laut Kartenangebot nicht erlaubt.
- Köder: Gäste dürfen weder mit totem Köderfisch noch mit Kunstködern aller Art fischen. Die Gastkarte ist also eine reine Friedfisch- und Naturköderkarte.
- Angelzeit: Mit Tages- und Wochenkarte von 5 bis 22 Uhr, mit der Monatskarte rund um die Uhr.
- Umgang mit dem Fang: Untermaßige Fische setzt du schonend zurück, ohne Tuch. Fänge meldest du über das Kartenportal.
- Am Ufer: Beachte ausgeschilderte Fahrverbote und Auenschutzgebiete. Freimähen und neue Trampelpfade sind verboten, andere Gewässernutzer darfst du nicht behindern.
Schonzeiten und Mindestmaße richten sich nach dem hessischen Fischereirecht und den Bestimmungen deiner Karte. Die Landesregeln findest du unter Regeln in Hessen. Oberhalb und unterhalb der Pachtstrecke gelten Karten anderer Vereine.
Angelkarten
Gastkarten für die Lahn verkauft der FSV Oberlahn über sein Angebot beim Portal hejfish, auf das die Vereinsseite verweist. Im September 2026 kostet dort die Tageskarte 15 €, die Wochenkarte 35 € und die Monatskarte 70 €, jeweils zuzüglich Portalgebühr. Die Karte gilt nur zusammen mit deinem gültigen Fischereischein, den du mitführen musst. Die Geschäftsstelle des Vereins liegt im Schleusenhaus Fürfurt in Villmar.
Schonzeiten und Mindestmaße
Landesrecht Hessen. Der Fischereiberechtigte kann für dieses Gewässer strengere Regeln festlegen – sie stehen auf deiner Angelkarte und gehen vor.
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß | Heute | Quelle und Stand |
|---|---|---|---|---|
| Aal | 15. September – 1. März | 50 cm § 2 Abs. 1: Entnahmefenster 50–70 cm |
Schonzeit | Quelle · gültig ab 16.12.2025 geprüft 29.09.2026 Fehler melden |
| Bachforelle | 1. Oktober – 31. März | 25 cm § 2 Abs. 1: 'Atlantische Forelle (Bachforellen, Meerforellen, Seeforellen)'; Entnahmefenster 25–60 cm |
Schonzeit | Quelle · gültig ab 16.12.2025 geprüft 29.09.2026 Fehler melden |
| Barbe | 1. Mai – 30. Juni | 40 cm § 2 Abs. 1: Entnahmefenster 40–60 cm |
Erlaubt | Quelle · gültig ab 16.12.2025 geprüft 30.09.2026 Fehler melden |
| Flunder | 1. Januar – 31. Dezember | keins § 1: Fang- und Entnahmeverbot 'Flunder (Platichthys flesus)' |
Schonzeit | Quelle · gültig ab 16.12.2025 geprüft 30.09.2026 Fehler melden |
| Hecht | 1. Februar – 15. April | 50 cm § 2 Abs. 1: Entnahmefenster 50–90 cm (größere Fische zurücksetzen) |
Erlaubt | Quelle · gültig ab 16.12.2025 geprüft 29.09.2026 Fehler melden |
| Karpfen | 15. März – 31. Mai | 45 cm § 2 Abs. 1: gilt für 'Karpfen (Wildform)'; Entnahmefenster 45–60 cm |
Erlaubt | Quelle · gültig ab 16.12.2025 geprüft 29.09.2026 Fehler melden |
| Meerforelle | 1. Oktober – 31. März | 25 cm § 2 Abs. 1 'Atlantische Forelle (Bachforellen, Meerforellen, Seeforellen)': Entnahmefenster 25–60 cm |
Schonzeit | Quelle · gültig ab 16.12.2025 geprüft 30.09.2026 Fehler melden |
| Rotfeder | 15. März – 31. Mai | 20 cm § 2 Abs. 1: Entnahmefenster 20–30 cm |
Erlaubt | Quelle · gültig ab 16.12.2025 geprüft 30.09.2026 Fehler melden |
| Schleie | 1. Mai – 30. Juni | 25 cm § 2 Abs. 1: Entnahmefenster 25–45 cm |
Erlaubt | Quelle · gültig ab 16.12.2025 geprüft 29.09.2026 Fehler melden |
| Zander | keine | 50 cm § 2 Abs. 1: Schonzeit '-', Entnahmemaß 'ab 50' cm |
Erlaubt | Quelle · gültig ab 16.12.2025 geprüft 29.09.2026 Fehler melden |
Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich ist immer der Text der verlinkten Verordnung bzw. Gewässerordnung. Vereinsregeln können strenger sein als die Landesregeln.
Stand der Angaben: 30.09.2026. Hinweise auf Fehler nehmen wir gern entgegen.
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