Angelknoten
Spulenknoten: Schnur an der Rolle befestigen
Von der Redaktion anglerkompass · Stand: September 2026 · 2 Min. Lesezeit
Kurz gesagt
Für den Spulenknoten legst du die Schnur um den Spulenkern, bindest mit dem Ende einen einfachen Knoten um die Hauptschnur und setzt einen zweiten einfachen Knoten ins Ende als Stopper. Dann an der Hauptschnur ziehen, bis beide Knoten fest am Spulenkern sitzen. Bei geflochtener Schnur hilft eine Unterlage aus monofiler Schnur gegen Durchrutschen.
So bindest du den Spulenknoten
- Bügel öffnen, Schnur um die Spule
Klappe bei der Stationärrolle zuerst den Schnurfangbügel auf. Führe die Schnur durch den ersten Rutenring, wenn die Rolle schon an der Rute sitzt, und lege das Ende einmal um den Spulenkern. - Ersten Knoten binden
Binde mit dem Ende einen einfachen Überhandknoten um die Hauptschnur. So entsteht eine Schlinge, die sich unter Zug zuzieht. - Stopperknoten ins Ende
Setze einige Zentimeter dahinter einen zweiten einfachen Überhandknoten in das Ende selbst. Er verhindert, dass das Ende durch den ersten Knoten rutscht. - Festziehen
Befeuchte die Schnur und zieh langsam an der Hauptschnur. Die Schlinge rutscht auf den Spulenkern, der Stopperknoten legt sich an den ersten Knoten an. - Kürzen und Bügel schließen
Schneide das Ende knapp hinter dem Stopperknoten ab, schließe den Bügel und spule die Schnur unter leichter Spannung auf.
Warum reicht ein einfacher Knoten an der Spule?
Der Spulenknoten muss keinen Fisch halten. Solange noch Schnur auf der Rolle liegt, trägt die Reibung der Windungen die Last, nicht der Knoten. Er muss nur verhindern, dass sich die Schnur beim Aufspulen auf dem Spulenkern dreht. Wichtig wird er erst, wenn ein Fisch oder ein Hänger wirklich alle Schnur von der Rolle zieht – das passiert selten, ist aber ein Grund, die Spule nicht zu knapp zu füllen.
Wie bleibt geflochtene Schnur auf der Spule?
Geflochtene Schnur ist so glatt, dass sie auf einem blanken Spulenkern durchdrehen kann, auch wenn der Knoten fest sitzt. Dann dreht sich die Spule, ohne dass Schnur aufgespult wird. Übliche Lösungen:
| Lösung | So geht’s | Hinweis |
|---|---|---|
| Monofile Unterlage | Erst einige Meter monofile Schnur mit dem Spulenknoten aufspulen, dann die Geflochtene anknoten | Die Verbindung kann ein doppelter Uni-Knoten sein |
| Mehrere Wicklungen | Die Schnur vor dem ersten Knoten zwei- oder dreimal um den Spulenkern legen | Mehr Reibung auf glatten Spulen |
| Klebeband oder Gummiring | Ein Stück Klebeband über die ersten Windungen oder den Gummiring der Spule nutzen | Manche Spulen haben dafür bereits eine Gummierung |
Redaktionelle Übersicht aus der Angelpraxis.
Die monofile Unterlage hat einen zweiten Vorteil: Auf einer tiefen Spule sparst du damit teure geflochtene Schnur, weil du nur die Länge aufspulst, die du wirklich brauchst.
Wie spulst du die Schnur richtig auf?
- Unter Spannung: Lass die Schnur beim Aufspulen durch ein feuchtes Tuch oder zwischen zwei Fingern laufen. Locker aufgespulte Schnur gräbt sich später ein und bildet Perücken.
- Drall vermeiden: Bei der Stationärrolle kann sich monofile Schnur beim Aufspulen verdrehen. Nach unserer Erfahrung hilft es, die Vorratsspule flach auf den Boden zu legen und nach einigen Metern zu prüfen, ob die Schnur Kringel bildet. Wenn ja, die Vorratsspule umdrehen.
- Richtig füllen: Als Richtwert füllst du eine Stationärrolle bis knapp unter den Spulenrand. Zu wenig Schnur verkürzt den Wurf, zu viel führt zu Schlaufen, die beim Werfen abspringen.
Gilt das auch für die Multirolle?
Ja, der Knoten ist derselbe. Bei der Multirolle führst du die Schnur zuerst durch die Schnurführung und legst sie dann um die Achse der Spule. Die Spule dreht sich beim Aufspulen mit, Drall entsteht dabei kaum. Achte auch hier auf gleichmäßige Spannung und darauf, dass sich die Schnur gleichmäßig über die ganze Spulenbreite verteilt. Wie du mit der Multirolle beim Pilken den Köder absinken lässt, steht in der Methodenanleitung.
Typische Fehler
- Bügel vergessen: Wer die Schnur bei geschlossenem Bügel um die Spule legt, muss nach dem Knoten neu anfangen. Erst öffnen, dann knoten.
- Stopperknoten weggelassen: Ohne ihn kann das Ende durch die Schlinge rutschen.
- Geflochtene direkt auf die blanke Spule: Sie dreht durch. Unterlage, mehrere Wicklungen oder Klebeband nutzen.
- Ende zu lang: Ein langes Ende kann sich in den ersten Windungen verfangen. Knapp hinter dem Stopper abschneiden.
Wenn die Schnur auf der Rolle ist, geht es am anderen Ende weiter: Haken und Wirbel bindest du mit dem Palomar- oder dem Clinch-Knoten. Welcher Knoten zu deiner Schnur passt, zeigt der Knoten-Finder.
Häufige Fragen
Mit welchem Knoten befestige ich die Schnur an der Rolle?
Mit dem Spulenknoten, im Englischen Arbor Knot: eine Schlinge aus einem einfachen Knoten um die Hauptschnur, gesichert mit einem zweiten einfachen Knoten im Ende.
Warum rutscht geflochtene Schnur auf der Spule durch?
Weil sie sehr glatt ist und auf dem blanken Spulenkern kaum Halt findet. Eine Unterlage aus monofiler Schnur, mehrere Wicklungen oder ein Stück Klebeband helfen.
Muss der Spulenknoten besonders fest sein?
Nein. Solange Schnur auf der Rolle liegt, trägt die Reibung der Windungen die Last. Der Knoten muss nur verhindern, dass die Schnur auf dem Spulenkern durchdreht.
Wie voll mache ich die Spule?
Als Richtwert bei der Stationärrolle bis knapp unter den Spulenrand. Zu viel Schnur führt zu Schlaufen beim Werfen, zu wenig verkürzt die Wurfweite.
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