Zielfisch
Plattfische angeln: Flunder, Scholle und Co. an der Küste
Von der Redaktion anglerkompass · Stand: September 2026 · 10 Min. Lesezeit
Kurz gesagt
Plattfische angelst du am Grund über Sand und Schlick: vom Strand mit dem Brandungsvorfach, von der Seebrücke mit leichter Laufbleimontage oder vom Boot mit dem Buttlöffel. Für Flunder, Scholle und Kliesche ist der Wurm der wichtigste Köder, für den Steinbutt der Fischfetzen. Die besten Zeiten sind Dämmerung und Nacht.
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Prognose, keine Garantie. Regelbasiertes Modell aus Luftdruckverlauf, Bewölkung, Wind, Lufttemperatur, Mondphase und Dämmerung (Modell v1). Wetterdaten: Deutscher Wetterdienst (DWD) über Bright Sky. Dein Standort wird auf etwa 10 km gerundet und nicht gespeichert.
Plattfische sind die verlässlichen Fische der Küstenangler. Ob in der Brandung, von der Seebrücke oder vom Kleinboot: Flunder, Scholle, Kliesche und Steinbutt liegen gut getarnt am Grund und beißen auf einfache Naturköder. Diese Seite behandelt vor allem Flunder und Scholle, die beiden häufigsten Arten an der deutschen Küste, und ordnet Kliesche und Steinbutt mit ein.
So erkennst du die Plattfische
Weil die Regeln je Art verschieden sind, solltest du die vier Plattfische auseinanderhalten können. Das Thünen-Institut beschreibt diese Merkmale:
- Flunder: Sie ähnelt der Scholle sehr, fühlt sich aber deutlich rauer an. Dornige Hautwarzen sitzen vor allem entlang der Seitenlinie und an der Basis von Rücken- und Afterflosse. Die Oberseite ist bräunlich bis olivgrün, oft mit unregelmäßigen roten Flecken, die Unterseite weiß. Etwa 70 Prozent der Flundern sind rechtsäugig, es werden aber auch „Linksflundern“ gefangen.
- Scholle: Ihre auffallend kleinen Schuppen sind völlig glatt. Zwischen den Augen hat sie eine leistenartige Verdickung aus knöchernen Höckern. Die Augenseite variiert je nach Untergrund in Brauntönen mit hell- bis dunkelroten Flecken, die bei laichreifen Tieren zusätzlich hell gesäumt sind.
- Kliesche: Ihr sicherstes Merkmal ist die Seitenlinie, die über der Brustflosse halbkreisförmig gekrümmt ist. Die Oberseite ist bräunlich, sie ist wie Scholle und Flunder meist rechtsäugig.
- Steinbutt: Er hat einen fast runden Körper und ist linksäugig. Seine Augenseite trägt keine Schuppen, dafür große steinartige Höcker, die ihm den Namen gaben. Die Rückenflosse beginnt vor dem oberen Auge.
Die schnellste Probe am Wasser: mit dem Finger von hinten nach vorn über die Oberseite streichen. Rau mit Warzen spricht für die Flunder, glatt mit Knochenleiste zwischen den Augen für die Scholle, der Halbkreis der Seitenlinie für die Kliesche. Übrigens leben in der Ostsee zwei Flunderarten: die Europäische Flunder Platichthys flesus und die 2018 beschriebene Ostseeflunder Platichthys solemdali. Sie unterscheiden sich vor allem in der Fortpflanzung und sind äußerlich kaum auseinanderzuhalten; für Angler zählen beide als Flunder.
Größe und Alter
Die Flunder wird laut Thünen-Institut bis 60 cm lang, bis 2,9 kg schwer und bis 15 Jahre alt; FishBase nennt eine übliche Länge von 50 cm. Die Ostseeflunder bleibt mit bis 26,7 cm deutlich kleiner. Die Scholle kann bis 100 cm, 7 kg und 50 Jahre erreichen, üblich sind laut FishBase um 40 cm. Die Kliesche bleibt mit bis 40 cm und 1 kg die kleinste der vier. Der Steinbutt ist der Große: bis 100 cm, 25 kg und 25 Jahre, wobei die Weibchen schneller wachsen und größer werden.
Lebensweise: Lebensraum, Nahrung, Laichzeit
Wo die Arten leben
Plattfische sind Bodenfische, aber nicht jede Art lebt am selben Ort. Die Flunder kommt im Meer, im Brackwasser und im Süßwasser vor, meist in Ästuaren auf Schlick- und Sandgrund, oft sogar in Flüssen, in 1 bis 100 m Tiefe (FishBase). Dank ihrer hohen Toleranz gegenüber wechselndem Salzgehalt ist sie der am weitesten verbreitete Plattfisch der Ostsee (Thünen-Institut). Im Sommer hält sie sich in Flussmündungen, Lagunen und Förden auf, im Winter wandern die Erwachsenen in tieferes, wärmeres und salzreicheres Wasser.
Die Scholle lebt im Meer und im Brackwasser bis etwa Salzgehalt 5, in 0 bis 200 m Tiefe, gewöhnlich in 10 bis 50 m. Ihre Hauptverbreitung liegt in Nordsee, Skagerrak, Kattegat und westlicher Ostsee, die Kinderstube der Nordsee-Schollen ist das Wattenmeer. Je älter eine Scholle, desto tiefer lebt sie; kleine Tiere findest du oft an Badestränden (FishBase). Die Kliesche lebt vor allem auf Sandgrund von wenigen Metern bis etwa 100 m und in der Ostsee vor allem im Westen, weil sie geringen Salzgehalt deutlich schlechter verträgt. Der Steinbutt bewohnt flache Küstengewässer auf Sand-, Stein- oder Mischgrund in etwa 20 bis 70 m Tiefe.
Für die Ostsee gilt: Der Salzgehalt begrenzt Fortpflanzungserfolg, Häufigkeit und Verbreitung von Kliesche, Scholle und Flunder (Nissling et al. 2002). Nach unserer Ableitung heißt das: Je weiter östlich du an der deutschen Küste angelst, desto eher ist dein Plattfisch eine Flunder.
- Flachwasser: nachts ziehen große Flundern hierher
- Rinne und Sandbank: hier sammelt sich Nahrung
- Kante hinter der Sandbank: tagsüber tiefer
- Sandflächen 5–20 m: vom Boot mit Buttlöffel
- Übergang zu Muscheln und Steinen: auch Steinbutt
Schematische Darstellung, redaktionelle Einschätzung. Mehr dazu: Standplätze Plattfische.
Aktiv in der Nacht
Große Flundern liegen tagsüber im Sand eingegraben und ziehen nachts zum Fressen ins Flachwasser (Thünen-Institut). Auch die Scholle gräbt sich zur Tarnung ein und unternimmt vor allem nachts weite Wanderungen (Thünen-Institut); FishBase beschreibt sie als nachts im sehr flachen Wasser aktiv. Für Kliesche und Steinbutt haben wir in den geprüften Fachquellen keine Angaben zur Tagesaktivität gefunden.
Was Plattfische fressen
Die Flunder frisst dünnschalige Muscheln, Borstenwürmer, Krebse und kleine Fische, die Scholle dünnschalige Muscheln und Borstenwürmer. Die Kliesche nimmt Würmer, Krebse, Schlangensterne, Muscheln und Schnecken, gelegentlich kleine Fische wie Grundeln und Sandaale. Der Steinbutt ist dagegen ein Fischfresser: Er jagt vor allem Bodenfische wie Sandaale und Grundeln und Freiwasserfische wie Sprotte und Hering (alle Angaben Thünen-Institut). Watt- und Seeringelwürmer gehören zu den Borstenwürmern – dass sie beim Plattfischangeln die erste Wahl sind, passt also gut zur Biologie.
Laichzeit
Die beiden Flunderarten der Ostsee pflanzen sich unterschiedlich fort. Die Europäische Flunder laicht mit schwebenden Eiern in den tiefen Becken, allgemein von März bis Juni, in der Arkonasee von März bis April (Hinrichsen et al. 2016). Die Ostseeflunder laicht von April bis Juni küstennah in 5 bis 20 m Tiefe bei etwa 8 °C und legt ihre Eier am Boden ab (Momigliano et al. 2018). Ein Weibchen kann bis zu 2 Millionen Eier abgeben.
Die Scholle laicht laut FishBase bei etwa 6 °C und gibt ihre Eier in Portionen ab, 50.000 bis 500.000 je Weibchen (Thünen-Institut). Für die Nordsee beschreibt eine Untersuchung von Rijnsdorp (1989), dass Weibchen etwa fünf Wochen von Ende Januar bis Anfang März laichbereit waren, Männchen von der zweiten Dezember- bis zur zweiten Märzhälfte; während der Laichzeit fraßen reife Schollen kaum. In der Ostsee pflanzt sich die Scholle regelmäßig erfolgreich im Arkona- und Bornholmbecken fort (Nissling et al. 2002). Genaue Laichmonate für die Ostsee haben wir in den geprüften Fachquellen nicht gefunden.
Beim Steinbutt nennt das Thünen-Institut eine Laichzeit von April bis August, FishBase für den Atlantik Mai bis Juli – diesen Unterschied nennen wir offen. Für die Kliesche sind genaue Laichmonate in unseren Quellen nicht belegt; ihr Laicherfolg in der Ostsee hängt vor allem vom Salzgehalt ab.
Das Angeljahr: wann sich Plattfische lohnen
Die Übersicht zeigt unsere redaktionelle Einschätzung der Fangaussichten für Flunder und Scholle an der deutschen Küste. Schonzeiten sind darin nicht eingerechnet; sie stehen unten aus unserer geprüften Regeldatenbank, getrennt für Flunder und Scholle.
| Zeile | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fangaussicht | Januar: gut | Februar: mäßig | März: mäßig | April: mäßig | Mai: gut | Juni: gut | Juli: gut | August: gut | September: gut | Oktober: sehr gut | November: sehr gut | Dezember: gut |
| Laichzeit | Januar: Laichzeit | Februar: Laichzeit | März: Laichzeit | April: Laichzeit | Mai: Laichzeit | Juni: Laichzeit | Juli: keine Laichzeit | August: keine Laichzeit | September: keine Laichzeit | Oktober: keine Laichzeit | November: keine Laichzeit | Dezember: Laichzeit |
Fangaussicht: ● mäßig · ●● gut · ●●● sehr gut · leer: kaum · L Laichzeit
Fangaussicht: redaktionelle Einschätzung für Deutschland, ohne Schonzeiten. Laichzeit – Quellen: fischbestaende-online.de, fischbestaende-online.de, fishbase.se, fishbase.se, academic.oup.com, frontiersin.org, academic.oup.com.
Nach unserer Einschätzung liegt die klassische Brandungszeit im Herbst, wenn die Abende früh dunkel werden. Im Winter fängst du weiter, musst aber tiefer fischen, weil die großen Flundern ins tiefere Wasser ziehen – weit geworfen oder von der Seebrücke. Im Spätwinter und Frühjahr fällt die Laichzeit von Flunder und Scholle; laichreife Schollen fraßen in einer Nordsee-Untersuchung kaum (Rijnsdorp 1989), und wir schätzen die Aussichten in dieser Zeit geringer ein. Ab dem späten Frühjahr stehen Flundern wieder in Ufernähe, im Sommer in Förden, Lagunen und Mündungen.
Für die Tageszeit gibt die Biologie eine klare Richtung vor, denn beide Arten sind vor allem nachts aktiv. Nach unserer Einschätzung sind Dämmerung und Nacht deshalb die besten Zeiten für Flunder und Scholle, vor allem vom Strand. Tagsüber fischst du tiefer, etwa von der Seebrücke oder vom Boot. Ein Einfluss von Luftdruck oder Mond ist nicht belastbar untersucht. Mehr zu Saison, Tageszeit und Laichzeiten steht unter Plattfische: Beißzeiten.
Wo du Plattfische findest
Plattfische suchst du über Sand- und Schlickgrund und an Übergängen zu Muscheln und Steinen:
- Sandstrand mit Rinnen und Sandbänken: In den Rinnen sammelt sich Nahrung, und nachts ziehen große Flundern bis ins Flachwasser.
- Seebrücken und Molen: Sie reichen über die flache Uferzone hinaus ins tiefere Wasser – tagsüber ein Vorteil.
- Förden, Lagunen und Flussmündungen: Im Sommer die besten Flunderplätze. Flussaufwärts kann Binnenfischereirecht gelten.
- Sandflächen vor der Küste: Vom Kleinboot erreichst du Flächen in 5 bis 20 m, über denen Flundern, Schollen und Klieschen stehen.
Der Steinbutt steht über Sand-, Stein- und Mischgrund. Eine historische Untersuchung von 1999 beschreibt das Oderbank-Plateau und den Oderbanksaum als Hauptlaichplätze in der südwestlichen Ostsee; nach der Laichzeit zerstreuen sich die Fische rasch über fast das ganze Seegebiet (Frieß 1999). Wie du den Grund liest und welche Tiefe zu welcher Jahreszeit passt, steht unter Plattfische: Fangplätze.
Methoden und Köder im Überblick
Brandungsangeln vom Strand
Das Brandungsvorfach mit zwei Seitenarmen und einem Krallenblei hält den Köder trotz Welle am Grund. Du wirfst weit aus, straffst die Schnur und stellst die Rute steil in einen Rutenhalter. Bisse zeigen sich als Zittern oder Nicken der Spitze.
Leichte Laufbleimontage für Seebrücke und Mole
Bei ruhigem Wasser läuft ein leichteres Blei frei auf der Hauptschnur, sodass ein Fisch den Köder ohne Widerstand nehmen kann. Ab und zu ein Stück heranziehen: Bewegte Köder fallen am Sandgrund nach der Erfahrung vieler Angler eher auf.
Buttlöffel vom Boot
Beim langsamen Driften über Sandgrund schleift ein flacher Löffel vor dem Wurmhaken über den Boden und wirbelt Sand auf. Das soll Plattfische neugierig machen. Studien dazu gibt es nicht, die Methode gilt aber unter Bootsanglern als besonders fängig auf Flunder.
Grundmontage mit Fischfetzen für Steinbutt
Wer gezielt auf Steinbutt fischt, bietet vom Boot einen Fischfetzen oder einen kleinen Sandaal an einem kräftigen Einzelhaken an – passend zu seiner Nahrung aus Fischen.
Beim Köder ist der Wurm die erste Wahl für Flunder, Scholle und Kliesche. Der Wattwurm duftet stark, hält aber schlecht am Haken; mit einer Ködernadel sitzt er fester. Der Seeringelwurm ist robuster und beweglich, viele Angler kombinieren beide. Als Richtwert wechselst du den Köder nach 15 bis 20 Minuten. Ob bunte Lockperlen mehr Fische bringen, ist offen; zu Sinnesleistungen der Plattfische haben wir keine belastbare Quelle gefunden. Alle Köder stehen unter Plattfische: Köder, die vier Montagen mit Zeichnung unter Plattfische: Montagen.
Gerät für den Einstieg
Zuerst den Platz wählen, dann das Gerät. Unsere Richtwerte – eine Einschätzung aus der Praxis:
- Strand: eine Brandungsrute von etwa 3,90 bis 4,50 m mit einer großen Stationärrolle für weite Würfe, dazu Krallenbleie von etwa 100 bis 200 g und eine Schlagschnur.
- Seebrücke, Mole, Boot: eine leichtere Grund- oder Spinnrute mit Laufbleien von etwa 40 bis 80 g; vom Boot richtet sich das Blei nach Tiefe und Drift.
- Schnur: vom Strand eine Hauptschnur mit vorgeschalteter Schlagschnur, vom Boot gern geflochten für direkten Kontakt beim Driften.
- Vorfach: kurze Seitenarme am Brandungsvorfach, an der Laufbleimontage etwa 50 bis 80 cm, für Steinbutt etwa 60 bis 100 cm.
- Haken: schlanke Haken mit langem Schenkel, als Richtwert etwa Größe 1 bis 6 für Flunder und Scholle, etwas kleiner für Kliesche, etwas größer für Steinbutt.
- Dazu: Rutenhalter, Ködernadel, Kopflampe, Hakenlöser, Maßband und warme Kleidung für lange Abende.
Zwei bis drei Haken reichen fast immer. Wie viele Handangeln und Anbissstellen erlaubt sind, regelt das Landesrecht; Hinweise dazu stehen bei den Montagen. Beim Werfen schwerer Bleie achtest du auf Spaziergänger hinter dir.
Schonend behandeln, zurücksetzen oder verwerten
Den meisten Plattfischbeständen geht es gut. Die Ostsee-Scholle hat laut Thünen-Institut ein neues Rekordhoch der Laicherbiomasse erreicht, der Nordsee-Bestand liegt weit im grünen Bereich. Die Flunder der südlichen Ostsee gilt als stabil, die in Kattegat, Belten und Sund als weit im grünen Bereich, und die Laicherbiomasse der Ostsee-Kliesche schwankt um den Zielwert. Anders der Steinbutt: Sein Zustand in der Ostsee ist unklar, die fischereiliche Sterblichkeit liegt über dem nachhaltigen Niveau, und die Biomasse-Indikatoren waren zuletzt rückläufig, vor allem im Osten. Große Steinbutt-Weibchen verdienen deshalb besondere Schonung.
Plattfische schlucken den Wurm oft tief. Ein langschenkliger Haken und ein Hakenlöser machen das Lösen leichter; sitzt der Haken sehr tief, schneidest du das Vorfach lieber ab, wenn der Fisch zurückgehen soll. Fass Fische, die du zurücksetzt, mit nassen Händen an, leg sie nicht in den trockenen Sand und setz sie zügig ins Wasser. Bist du bei der Art unsicher, setzt du den Fisch nach unserer Empfehlung zurück. Geht ein Dorsch an den Haken, setzt du ihn sofort schonend zurück; die für ihn geltenden Regeln stehen auf der Seite Dorsch.
Willst du einen Plattfisch verwerten, betäubst und tötest du ihn sofort nach den Vorgaben des Tierschutz- und Fischereirechts und kühlst ihn. Nimm nur mit, was du wirklich verwertest – beim Steinbutt ganz besonders.
Regeln: Schonzeit und Mindestmaß
Für Plattfische gelten je Art und Land unterschiedliche Regeln. Die geprüften Werte zeigen wir unten getrennt für Flunder und Scholle. Für Kliesche und Steinbutt prüfst du die Regeln deines Küstenlandes gesondert. Maßgeblich ist immer der amtliche Wortlaut.
Plattfische angeln: Köder, Montagen, Zeiten und Plätze
Plattfisch-Köder: Wurm, Fetzen und Buttlöffel
Der wichtigste Köder für Flunder, Scholle und Kliesche ist der Wurm – Wattwurm oder Seeringelwurm, am Grund angeboten. Das passt zu ihrer …
Plattfisch-Montagen: Die vier wichtigsten Rigs für Strand, Seebrücke und Boot
Für Plattfische brauchst du vier Montagen: das Brandungsvorfach mit zwei Seitenarmen und Krallenblei für den Strand, eine leichte Laufblei-Montage für Seebrücke und …
Plattfisch-Beißzeiten: Tageszeit, Saison und Schonzeiten
Plattfische beißen am besten in der Dämmerung und nachts: Große Flundern liegen tagsüber im Sand eingegraben und ziehen nachts zum Fressen ins …
Plattfisch-Fangplätze: Strand, Seebrücke, Förde und Boot
Plattfische findest du über Sand- und Schlickgrund. Flundern stehen im Sommer in Förden, Lagunen und Flussmündungen, große Fische ziehen nachts ins Flachwasser. …
Schonzeit und Mindestmaß Flunder
| Bundesland | Schonzeit | Mindestmaß | Heute | Quelle und Stand |
|---|---|---|---|---|
| Bremen | keine | 25 cm § 3 Abs. 2 Nr. 5: Flunder (Platichthys flesus) 25 cm (Binnengewässer); keine Schonzeit. |
Erlaubt | Quelle · gültig ab 30.09.2011 geprüft 30.09.2026 Fehler melden |
| Hessen | 1. Januar – 31. Dezember | keins § 1: Fang- und Entnahmeverbot 'Flunder (Platichthys flesus)' |
Schonzeit | Quelle · gültig ab 16.12.2025 geprüft 30.09.2026 Fehler melden |
| Mecklenburg-Vorpommern | keine | 25 cm Küstengewässer: § 4 Nr. 4 KüFVO M-V; keine Schonzeit. |
Erlaubt | Quelle · gültig ab 21.01.2022 geprüft 30.09.2026 Fehler melden |
| Rheinland-Pfalz | 1. Januar – 31. Dezember | keins § 20 Abs. 2: Fang darf nicht ausgeübt werden 'Flunder (Pleuronectes flesus L.)' |
Schonzeit | Quelle · gültig ab 11.02.2026 geprüft 30.09.2026 Fehler melden |
| Schleswig-Holstein | 1. Februar – 30. April | 25 cm Küstengewässer: Anlage 1 Nr. 10 KüFVO – Nordsee und Ostsee je 25 cm; Schonzeit gilt nur für 'weibliche Flunder'. |
Erlaubt | Quelle · gültig ab 16.12.2025 geprüft 30.09.2026 Fehler melden |
Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich ist immer der Text der verlinkten Verordnung bzw. Gewässerordnung. Vereinsregeln können strenger sein als die Landesregeln.
Schonzeit und Mindestmaß Scholle
| Bundesland | Schonzeit | Mindestmaß | Heute | Quelle und Stand |
|---|---|---|---|---|
| Mecklenburg-Vorpommern | keine | 25 cm Küstengewässer: § 4 Nr. 12 KüFVO M-V; keine Schonzeit. |
Erlaubt | Quelle · gültig ab 21.01.2022 geprüft 30.09.2026 Fehler melden |
| Schleswig-Holstein | 1. Februar – 30. April | 25 cm Küstengewässer Ostsee: Anlage 1 Nr. 9 KüFVO – 25 cm; Schonzeit gilt nur für 'weibliche Scholle'. Abweichend: Küstengewässer Nordsee: Anlage 1 Nr. 9 KüFVO – 27 cm; Schonzeit gilt nur für 'weibliche Scholle'. (Schonzeit 1. Februar – 30. April, Mindestmaß 27 cm). |
Erlaubt | Quelle · gültig ab 16.12.2025 geprüft 30.09.2026 Fehler melden |
Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich ist immer der Text der verlinkten Verordnung bzw. Gewässerordnung. Vereinsregeln können strenger sein als die Landesregeln.
Häufige Fragen
Wie unterscheide ich Flunder und Scholle?
Die Flunder fühlt sich rau an und hat dornige Hautwarzen entlang der Seitenlinie und an den Flossenansätzen. Die Scholle ist glatt und hat zwischen den Augen eine Leiste aus knöchernen Höckern.
Wann beißen Plattfische am besten?
In der Dämmerung und nachts. Große Flundern liegen tagsüber im Sand eingegraben und ziehen nachts ins Flachwasser, Schollen sind nachts im sehr flachen Wasser aktiv. Tagsüber fischst du besser tiefer.
Welcher Köder für Plattfische?
Für Flunder, Scholle und Kliesche der Wurm, vor allem Watt- und Seeringelwurm. Der Steinbutt frisst überwiegend Fische und wird deshalb mit Fischfetzen gefangen.
Wo fängt man Plattfische?
Über Sand- und Schlickgrund: an Stränden mit Rinnen und Sandbänken, von Seebrücken, in Förden und Mündungen und vom Boot über Sandflächen. Im Sommer stehen Flundern oft in Mündungen, im Winter tiefer.
Warum fange ich an der östlichen Ostsee fast nur Flundern?
Der Salzgehalt begrenzt Verbreitung und Fortpflanzung von Kliesche, Scholle und Flunder. Die Flunder verträgt wechselnden Salzgehalt am besten und ist der am weitesten verbreitete Plattfisch der Ostsee.
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